SSV Markt Rettenbach – SpVgg Günz-Lauben

04.04.26

Nach der enttäuschenden aber völlig verdienten Heimniederlage in der Vorwoche gegen Memmingerberg rutschten die Grün-Weißen endgültig ins Niemandsland der Tabelle. Der Fokus im Auswärtsspiel in Rettenbach sollte dahin umgelenkt werden, dass man trotz etwas angespannter Personalsituation befreit aufspielen kann, da man nun sowieso nichts mehr zu verlieren hat. Wer sich noch an die Hinrunde erinnern kann, weiß, dass man die Rettenbacher in einem sehr zähen Spiel noch in der Schlussviertelstunde mit einem 2:1 Sieg knacken konnte.

In der etwas umformierten Elf der Grün-Weißen rutsche Martin Merk zurück in die Innenverteidigung und Laurin Rampp sowie Nicolas Glöckler bildeten das Mittelfeldzentrum, um den angeschlagenen Tim Schwarz zu ersetzen. Eine Aufgabe, die das junge Duo gut meisterte. Die Günzer waren aus dem Spiel heraus die gefährlichere Mannschaft. Einige schön vorgetragene Angriffe wurden im ersten Durchgang zunächst aber noch verschwendet. Die größten Möglichkeiten hatten Niklas Kirchmayer und Laurin Rampp im gegnerischen Sechzehner, scheiterten aber noch am Torerfolg. Beide waren es aber, die wenige Minuten nach der Pause die 0:1 Führung für die Günzer herstellten. Daniel Kirchmayer spielte von links hinten einen tiefen Ball auf Stürmer Niklas Kirchmayer, der die Kugel behauptete, rasch in die Mitte aufdrehte und so seinen Gegner abschütteln konnte. Der sich immer wieder offensiv einschaltende Laurin Rampp nahm das flache Zuspiel im vollen Lauf mit in den Sechzehner und schob überlegt zur Führung ein. In der Folge hätte Nicolas Glöckler aus knapp 20 Metern fast noch ein Traumtor erzielt, scheiterte mit seinem Distanzschuss aber an der Latte. Je länger die Partie dauerte, desto unwohler fühlte man sich als Grün-Weißer natürlich, die Führung nicht weiter ausgebaut zu haben. Die Heimelf hatte dadurch weiter Hoffnung etwas Zählbares mitzunehmen aus der Partie. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass die Günzer in der Schlussphase weiterhin die besseren Chancen aus dem Spiel hatten und erneut verschwenderisch mit 2-3 weiteren guten Möglichkeiten zur Entscheidung agierten. Die Rettenbacher wurden natürlich offensiver, schafften es aber nicht, vor allem durch ihre vielen Standards einen Treffer zu erzielen. Diesen Punkt müssen sich die Gastgeber wohl ankreiden lassen. Gerade bei Ecken war zu sehen, dass sich etwas ausgedacht und einstudiert wurde, was auch gefährlich hätte werden können. Allerdings waren die getretenen Hereingaben meist zu lang und dadurch verpufften die Gelegenheiten oftmals im Laufe des Spiels. Auch Freistöße nahe des Sechzehner wurden leichtfertig über das Tor gesetzt. So blieben die Grün-Weißen an diesem Tag vom Fußballgott für ihre schwache Chancenverwertung verschont und konnten den Dreier mit nach Hause nehmen.

Lukas Honold